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LogistikStudio 04 · Komplettladungen, Teilpartien & Stückgut

Komplettladung, Teilpartie und Stückgut sind keine Produkte.
Sie sind Entscheidungen.

Wo trennen wir zu früh — und was wird teuer, wenn wir es einfach laufen lassen?

Exponat Komplettladungen Teilpartien Stückgut
Exponat — Ladung, neu aufgeteilt
Raumübersicht
Sie versenden regelmäßig und haben das Gefühl, dass Ihre aktuelle Transportstruktur nicht optimal ist?
Ihre Sendungsgrößen schwanken — mal eine Palette, mal zwanzig — und Sie brauchen jemanden, der beides kann?
Sie zahlen für Komplettladungen, obwohl der LKW nur halb voll ist?
Sie verschicken über Stückgut-Netzwerke und haben regelmäßig Probleme mit Laufzeiten oder Beschädigungen?
Ihre Transportkosten steigen, aber niemand erklärt Ihnen, warum — oder was die Alternative wäre?
Sie suchen keinen günstigen Frachtführer, sondern jemanden, der Ihre Mengen, Routen und Frequenzen versteht?
Dann lohnt sich ein Blick in diesen Raum.

In der Logistik werden Sendungen gerne benannt, sortiert und abgelegt. Stückgut. Teilpartie. Komplettladung. Damit ist die Sache für viele erledigt.

Für mich beginnt sie genau dort.

Denn diese Begriffe beschreiben nicht, was transportiert wird. Sie beschreiben nur, wie man sich entschieden hat, damit umzugehen.

Und je größer die Strecke, desto teurer wird eine falsche Einordnung.

Zwei Ziele, eine Strecke – und die falsche erste Entscheidung

Ein Kunde fragte zwei Teilpartien an: 19 Paletten nach Niedersachsen. 20 Paletten nach Bayern.

Zwei Ziele, zwei Teilpartien – formal sauber gedacht. So hätte man es fahren können. Und vermutlich auch gefahren.

Beim zweiten Blick zeigte sich jedoch etwas anderes: Die Ware stand gemeinsam in Italien. Die lange Strecke nach Deutschland war identisch. Erst innerhalb Deutschlands trennten sich die Wege.

Zwei Teilpartien über die komplette Strecke zu fahren hätte bedeutet: zweimal Lkw-Kilometer, zweimal Fixkosten, zweimal Trennung – obwohl sie unterwegs keinen Nutzen hatte.

Also wurde anders entschieden. Ein Lkw lud in Italien und fuhr beide Ziele an, so voll wie sinnvoll möglich. Die Paletten, die für Bayern nicht mehr auf den Lkw passten, wurden mit einem Sprinter nachgeführt.

Zwei Fahrzeuge – ja. Aber nicht zweimal dieselbe Strecke. Die Teilpartie war nicht falsch. Sie war nur zu früh gedacht.

Stückgut, Teilpartie, Komplettladung. Für viele ist damit die Sache erledigt. Für mich beginnt sie dort.
Denkweise

Schwieriger wird es dort, wo Routinen einfach weiterlaufen

Komplexer wird es dort, wo Abläufe nicht hinterfragt werden, weil sie „schon immer so laufen".

Ein anderer Kunde verschickte regelmäßig Stückgut. Mehrere Sendungen pro Woche. Wer verstehen will, wie ein Stückgut-Netzwerk tatsächlich funktioniert, sieht schnell, warum das nicht immer die beste Wahl ist. Jeweils eineinhalb bis zweieinhalb Tonnen. Ähnliche Zielregionen. Vergleichbare Laufzeiten. Stückgut war der Standard.

Nicht aus Überzeugung – sondern aus Gewohnheit.

Bei genauerem Hinsehen zeigte sich: Die Sendungen liefen parallel. Der Umschlag kostete Geld. Das Gesamtvolumen lag längst im Bereich einer Teilpartie.

Also wurde gebündelt. Aus mehreren Stückgutsendungen wurde eine gezielt geplante Teilpartie. Direkter. Weniger Schnittstellen. Weniger Handling.

Stückgut war hier kein Fehler. Aber es war ein Zustand, der nicht mehr zur Realität passte.

Wenn sich Volumen verschiebt – und plötzlich alles kippt

Am teuersten werden falsche Einordnungen, wenn sich etwas ändert – und niemand reagiert.

Ein Kunde plante ursprünglich: eine Komplettladung aus Spanien nach Deutschland. Zusätzlich eine Teilpartie aus Spanien nach Österreich. Der Ablauf stand. Die Fahrzeuge waren geplant.

Dann fiel ein Teil der Ware für Deutschland weg. Parallel meldete sich derselbe Kunde mit einer weiteren Sendung – ab Deutschland, Ziel: derselbe Empfänger in Österreich.

Formal hätte man den Plan beibehalten können. Logisch wäre das gewesen. Aber unnötig teuer.

Also wurde neu entschieden. Die Ware aus Spanien wurde zunächst vollständig nach Deutschland gezogen. Dort wurde sie mit der zusätzlichen Sendung gebündelt und anschließend gemeinsam als Komplettladung nach Österreich gefahren.

Geografisch ein Umweg. Logistisch: einen Transport weniger.

Nicht, weil Komplettladung „besser" ist. Sondern weil sie in diesem Moment der richtige Zustand war.

Volumenänderungen führen nicht automatisch zu Mehrkosten. Sondern zu neuen Entscheidungen.
Methode

Wie ich entscheide

Ich frage nicht: Ist das Stückgut? Ist das eine Teilpartie? Reicht das für eine Komplettladung?

Ich frage:

Erst danach bekommt eine Sendung ihre Form.

Eine Sendung ist kein Zustand. Sie ist eine Entscheidung.

Sendungen werden bei mir nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit anderen Verkehren. Lösungen entstehen nicht dort, wo ein System endet — sondern dort, wo sie für den Kunden sinnvoll sind.

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Buch- & Verlagslogistik
Der nächste Schritt

Der nächste Schritt ist kein Angebot

Es ist eine Einschätzung Ihrer konkreten Situation. In einem Gespräch klären wir, ob Standardlogistik ausreicht, wo die Risiken liegen — und welche Lösung tatsächlich sinnvoll ist.

Manchmal entsteht daraus eine Zusammenarbeit. Manchmal nur Klarheit.
Beides hat Wert.

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